Warum Sicherheitsteams GPS nutzen, um Sicherheitsrisiken zu mindern
Trackforce
17. September 2020 · 10 Minuten Lesezeit

Das interne Sicherheitsmanagement eines Unternehmens ist für mehr als nur das Sicherheitspersonal zuständig. Die Mitarbeiter vor Ort und in allen Abteilungen müssen geschützt werden, auch wenn einige von ihnen im Homeoffice arbeiten – ganz zu schweigen von der Steuerung der täglichen Abläufe innerhalb und außerhalb des Firmengeländes.
Mithilfe der GPS-Technologie sind sowohl das Sicherheitspersonalmanagement als auch die Standortverfolgung in Echtzeit möglich.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- GPS beantwortet eine Frage, die sonst nichts beantworten kann: Wer befindet sich gerade wo?
Kameras und Zugangskontrollen geben Aufschluss darüber, was an einem bestimmten Ort geschehen ist. Die Positionsbestimmung einer Person verrät, wer sich am nächsten dazu befindet. - Der Aufgabenbereich der internen Sicherheit geht über den des Wachpersonals hinaus.
Mitarbeiter, Auftragnehmer, Reinigungskräfte und Lieferpersonal bewegen sich alle auf dem Gelände, und im Falle eines kritischen Ereignisses muss bekannt sein, wo sich alle diese Personen gerade aufhalten. - Entscheidend ist die Einsatzleitung, nicht die Ortung.
Die Kenntnis des Standorts ist nur deshalb wichtig, weil sie es einem Vorgesetzten ermöglicht, den nächstgelegenen verfügbaren Beamten zu entsenden, anstatt den ersten, der über Funk antwortet. - Allein arbeitende Mitarbeiter und Nachtdienstler sind den größten Risiken ausgesetzt und werden am wenigsten beaufsichtigt.
Sturzmelder, Panikalarme und Timer für Gefahrenbereiche gibt es, weil bei der Nachtschicht niemand in der Nähe ist, der etwas bemerken könnte. - GPS allein ist nur ein Punkt auf einer Karte.
Erst wenn die Positionsdaten im selben Sicherheitsmanagementsystem wie Rundgänge, Vorfälle und Einsatzplanung erfasst werden, trägt dies zur Risikominderung bei.
Fernüberwachung über alle Abteilungen und Standorte hinweg
Die Gewährleistung einer gleichmäßigen Betreuung aller Abteilungen auf dem Firmengelände ist seit langem eine der größten Herausforderungen für Sicherheitsleiter. Alle Augen richten sich auf die Unternehmensführung und deren Fähigkeit, nicht nur die Sicherheit aller Mitarbeiter auf dem Firmengelände zu gewährleisten, sondern auch die Sicherheit ihres Teams zu gewährleisten.
Auch Dritte, wie beispielsweise Reinigungspersonal, Wartungspersonal oder Lieferkräfte, müssen überwacht und ihr Aufenthaltsort nachverfolgt werden. Wer das Gelände betritt, zu welchem Zweck, wohin er sich begeben darf und welche standortspezifischen Kontrollanforderungen gelten – all dies sind wichtige Details, die erfasst werden müssen.
Der Einsatz von Software für die physische Sicherheit oder anderer Technologien wie Videoüberwachung und Besuchermanagement in Verbindung mit GPS stellt sicher, dass die Sicherheitsteams stets überwacht werden. So kann die Sicherheitsleitung überprüfen, ob die Kontrollpunkte auf den Rundgängen abgehakt wurden, welche Sicherheitskräfte im Dienst sind und ob alle allgemeinen täglichen Abläufe im Zusammenhang mit der Sicherheit eines Standorts ordnungsgemäß abgewickelt werden.
Bei kritischen Vorfällen lassen sich Informationen über den Aufenthaltsort aller Personen auf dem Gelände nur schwer einholen, es sei denn, es gibt eine ordnungsgemäß eingerichtete Leitstelle, die eng mit dem Sicherheitsdienst zusammenarbeitet. Die Kenntnis des Aufenthaltsorts eines Sicherheitsmitarbeiters sowie eine Liste aller Mitarbeiter und Besucher vor Ort sorgen bei kritischen Ereignissen für klare Übersicht.
Ein GPS-fähiges Gerät stellt sicher, dass die Vorgesetzten im Notfall den oder die nächstgelegenen Sicherheitsmitarbeiter entsenden können, beispielsweise wenn diese Besucher in Sicherheit bringen müssen.
Sichere und zuverlässige Bewachung während der Nachtschichten
Die GPS-Technologie liefert Sicherheitsleitern in Echtzeit Informationen darüber, wo sich ihr Sicherheitsteam in der Nähe von Kontrollpunkten oder auf den von ihren Sicherheitskräften durchgeführten Streifengängen befindet.
Mithilfe eines GPS-fähigen Geräts lässt sich die Route eines Wachmanns in der Nähe anderer Wachleute auf Rundgang ermitteln, was besonders dann nützlich ist, wenn sich mehr als ein Wachmann vor Ort befindet. Wenn Sie sich Gedanken darüber machen, wie Positionsdaten tatsächlich erfasst werden, lohnt es sich, nachzulesen, wie GPS und Geofencing bei der Überwachung von Wachpersonal zusammenwirken.
Wenn ein Wachmann in der Nachtschicht im Einsatz ist, muss denjenigen, die allein und isoliert arbeiten, besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ständige Wachsamkeit ist möglich, wenn ein GPS-fähiges Gerät eine Schutzfunktion für allein arbeitende Mitarbeiter nutzt.
Der Schutz von Alleinarbeitern ist ein Bestandteil eines umfassenden Sicherheits- und Personalmanagements. Dabei wird GPS-Ortung eingesetzt, um Alleinarbeiter an abgelegenen Standorten jederzeit zu überwachen und mit ihnen zu kommunizieren. In TrackTik erfolgt dies über die „Guard Mobile“-App, die der Sicherheitsmitarbeiter ohnehin bereits bei sich trägt.
Die GPS-Ortung wird auf einer Karte in der Leitstelle angezeigt und gibt den genauen Standort eines Wachmanns in Echtzeit wieder. Wenn ein allein arbeitender Mitarbeiter Hilfe benötigt, greifen automatisch Schutzmaßnahmen ein:
- Kipp-Erkennung, auch als „Man-Down-Schutz“ bezeichnet, die automatisch erkennt, wenn ein Wachmann gestürzt ist
- Ein manueller Panikalarm, den der Beamte selbst auslösen kann
- Echte Sturzerkennung
- Ein Gefahrenzonen-Timer für Bereiche mit hohem Risiko
- Der genaue Standort des Beamten, der durchgehend abrufbar ist
Dadurch wird sichergestellt, dass Sicherheitsleiter stets über den Sicherheitsstatus eines Wachmanns informiert sind. Wenn Sie diesen Bereich allgemeiner betrachten, lohnt es sich zu fragen, ob Ihre Strategie zur Sicherheit von Alleinarbeitern mit den aktuellen Risiken Schritt hält.
Sicherstellen, dass Sicherheitsteams von der richtigen Software profitieren
Um Sicherheitsteams auf Streife mithilfe von GPS zu orten, müssen diese Technologien nicht als separate Einheiten, sondern als ein einheitliches Ganzes zusammenwirken. Nur ein System, das speziell für Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen entwickelt wurde, kann dies leisten.
Hier sind einige Beispiele, wie Sicherheitsteams den Einsatz von GPS nutzen können, um Risiken zu minimieren:
- Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Vorgänge in der Sicherheitsabteilung
- Jederzeit wissen, wo sich die eigenen (oder beauftragten) Sicherheitskräfte gerade befinden
- Stellen Sie sicher, dass Vorgesetzte Sicherheitskräfte bei kritischen Ereignissen problemlos überwachen und einsetzen können
GPS liefert Echtzeit-Informationen zum Standort der Wachkräfte, sodass Vorgesetzte jederzeit wissen, wo sich diese befinden, und gleichzeitig die Aktivitäten der Wachkräfte aus der Ferne verfolgen, visualisieren und steuern können. Mit der Zeit wird dieser Positionsverlauf zu etwas viel Nützlicherem als einer Live-Karte: Mithilfe von Business Intelligence werden monatelange Rundgänge, Reaktionszeiten und Orte von Vorfällen in Muster umgewandelt, die Aufschluss darüber geben, wo Ihre tatsächlichen Risiken liegen.
Was GPS allein nicht lösen kann
Es lohnt sich, die Grenzen klar zu definieren, da GPS oft so vermarktet wird, als sei die Positionsbestimmung allein das Ergebnis. Vier Aspekte sollten bei der Planung berücksichtigt werden:
- Die Genauigkeit in Innenräumen nimmt ab. Keller, Treppenhäuser, Parkhäuser und große Lagerhallen sind genau die Orte, an denen allein arbeitende Mitarbeiter am stärksten gefährdet sind und an denen GPS am ungenauesten ist. Checkpoint-Scans fixieren einen Standort dort, wo Satellitendaten dies nicht können.
- Die Verbindung bricht ab. Fragen Sie nach, wie sich die App im Offline-Modus verhält, und vergewissern Sie sich, dass Positionen und Berichte lokal mit ihren ursprünglichen Zeitstempeln in die Warteschlange gestellt und synchronisiert werden, sobald das Signal wieder vorhanden ist.
- Die Ortung von Personen ist eine politische Frage und nicht nur eine technische. Die Überwachung von Mitarbeitern wird in den verschiedenen Rechtsordnungen unterschiedlich geregelt und unterliegt häufig Betriebsvereinbarungen oder der Anhörung der Gewerkschaft. Klären Sie Ihre Verpflichtungen mit Ihrer Rechts- und Personalabteilung ab, bevor Sie die Standortortung aktivieren, und informieren Sie die Führungskräfte ausdrücklich darüber, welche Daten wann erfasst werden.
- Eine Position ohne festgelegtes Verfahren ändert nichts. Es muss jemand die Aufsicht führen, und es muss eine festgelegte Vorgehensweise geben. Eine Karte, auf die während einer Nachtschicht niemand schaut, ist keine Sicherheitsmaßnahme.
Keiner dieser Punkte ist ein Grund, auf GPS zu verzichten. Sie machen den Unterschied zwischen einer Live-Karte und einem Sicherheitsprogramm aus, das sich bewährt, wenn tatsächlich etwas passiert.
Bei Trackforce entwickeln wir Sicherheitslösungen für Unternehmen, die darauf ausgelegt sind, die ganzheitliche Sicherheit in allen Abteilungen zu stärken. TrackTik wurde von Sicherheitsexperten speziell für den Sicherheitsbereich entwickelt und vereint die Funktionen „Tracking“, „Rundgänge“, „Vorfälle“ und „Einsatzleitung“ an einem einzigen Ort statt an vier verschiedenen.
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