Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter seinen Sicherheitsdienstbericht fälscht?
Trackforce
24. November 2016 · 4 Minuten Lesezeit

Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter seinen Sicherheitsdienstbericht fälscht?
Ein gefälschter Dienstbericht kann schwerwiegende Folgen für Ihre Kunden und Ihr Sicherheitsunternehmen haben. Wenn ein Sicherheitsmitarbeiter oder -beamter in einem für den Kunden bestimmten Sicherheitsbericht falsche Angaben macht, muss dies umgehend geklärt werden.
Ein Vorfallsbericht hat erhebliche rechtliche Auswirkungen, und jegliche Fehler, Auslassungen oder regelrechten Unwahrheiten können zur Einstellung des Verfahrens führen. In manchen Fällen kann dies dazu führen, dass im Namen des Täters eine Klage gegen Ihr Unternehmen eingereicht wird. Im Bundesstaat Kalifornien sieht § 148.5 des Strafgesetzbuchs vor, dass jeder, der eine falsche Straftat (Vergehen oder Verbrechen) meldet und weiß, dass diese falsch ist, selbst wegen eines Vergehens angeklagt werden kann und möglicherweise mit bis zu sechs Monaten Haft im Bezirksgefängnis rechnen muss.
Sobald der Bericht korrigiert wurde, muss er beim Kunden und bei den Strafverfolgungsbehörden eingereicht werden. Dies sollte unverzüglich erfolgen. Zusammen mit dem berichtigten Bericht empfiehlt es sich, ein Schreiben einzureichen, in dem die im ursprünglichen Bericht enthaltenen falschen Angaben aufgeführt und die vom Unternehmen ergriffenen Korrekturmaßnahmen dargelegt werden. Das ist zwar zweifellos ein Makel, doch es ist notwendig, Verantwortung zu übernehmen und zu zeigen, dass das Unternehmen die erforderlichen Schritte unternommen hat, um den fehlerhaften Bericht des Sicherheitsmitarbeiters zu korrigieren.
Es ist zudem ratsam, das Arbeitsverhältnis mit dem Mitarbeiter zu beenden. Ein falscher Sicherheitsbericht ist eines der schwerwiegendsten Vergehen, die ein Sicherheitsmitarbeiter begehen kann. Das ist nichts, worauf ein Unternehmen ein Risiko eingehen kann. Sicherheitsmitarbeiter, die einmal einen falschen Sicherheitsbericht erstattet haben, werden dies in Zukunft wahrscheinlich wieder tun.
Der nächste Schritt sollte ein Gespräch mit dem Anwalt des Unternehmens sein. Dem Mitarbeiter drohen wahrscheinlich strafrechtliche Konsequenzen wegen der Erstattung einer falschen Anzeige. Das bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass auch gegen das Unternehmen strafrechtliche Schritte eingeleitet werden, doch besteht die Möglichkeit, dass der Mandant eine zivilrechtliche Klage gegen den Sicherheitsdienstleister einreicht. Daher ist die Konsultation eines Rechtsbeistands ein kluger Schritt, der nicht aufgeschoben werden sollte.
Rufen Sie schließlich das Team zusammen und schulen Sie Ihre Mitarbeiter erneut in den richtigen Schritten und Verfahren zur Erstellung korrekter Sicherheitsberichte. Stellen Sie sicher, dass sie genau wissen, welche Informationen sie angeben müssen. Weisen Sie sie während dieser Schulung erneut darauf hin, wie wichtig Genauigkeit ist und dass sie keine Informationen angeben dürfen, die eindeutig falsch sind oder auf bekannten Details basieren, die zu weit hergeholt sind.
Diese Schulung soll die Grundlagen der Berichterstattung durch Sicherheitskräfte vertiefen. Beginnen Sie mit den „fünf W-Fragen“:
- Wer – Wer war tatsächlich an dem Vorfall beteiligt und wer befand sich zum Zeitpunkt des Eintreffens der Polizeibeamten am Tatort? Bitte geben Sie eine Beschreibung aller Beteiligten an.
- Was – Was genau ist passiert? Beschreibe es so detailliert wie möglich.
- Wann – Ankunfts- und Abfahrtszeit des diensthabenden Beamten (nach Möglichkeit mit Zeitstempel).
- Wo – Geben Sie konkrete Angaben zur Immobilie sowie charakteristische Merkmale wie Beleuchtung, Umgebung usw. an.
- Warum – Spekulieren Sie nicht. Versuchen Sie, das Motiv zu formulieren, aber stellen Sie keine Vermutungen an.
Stellen Sie sicher, dass das Team weiß, wie es diese jedes Mal erkennen kann. Diese Details sollten so ausführlich wie möglich angegeben werden. Machen Sie dem Team außerdem deutlich, dass in den eingereichten Berichten ausschließlich bekannte Fakten enthalten sein dürfen. Sollten Fragen zu den Fakten des Vorfalls bestehen, sollten diese unbedingt vor der Erstellung des offiziellen Berichts mit dem Vorgesetzten besprochen werden.
Außerdem ist es wichtig, die Themen Beweissicherung und Feldaufnahmen zu behandeln. Dazu gehört die Schulung im Umgang mit Foto- und Videotechnik zur Aufnahme von Fotos, Videos oder Tonaufnahmen sowie die Sicherung und Beschlagnahmung von Sachbeweisen, die sich möglicherweise am Tatort befinden.
Mitarbeiter können aus den unterschiedlichsten Gründen einen falschen Sicherheitsbericht einreichen. Dennoch kann ein aufmerksamer Vorgesetzter, der gegenüber diesem Verhalten keinerlei Toleranz zeigt, dazu beitragen, das Unternehmen zu schützen und die Wirksamkeit etwaiger rechtlicher Schritte gegen den Täter zu stärken. Zweifellos sind schnelle und entschlossene Korrekturmaßnahmen die beste Verteidigung, wenn ein solcher Vorfall eintritt.
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