Warum die meisten Sicherheitsanbieter Automatisierung nach wie vor zu wenig nutzen – und warum dies einen Wettbewerbsnachteil darstellt 

Das Trackforce-Team

Trackforce

28. März 2026 · 9 Minuten Lesezeit

Warum die meisten Sicherheitsanbieter Automatisierung immer noch zu wenig nutzen und warum dies einen Wettbewerbsnachteil darstellt

Warum die meisten Sicherheitsanbieter Automatisierung nach wie vor zu wenig nutzen – und warum dies einen Wettbewerbsnachteil darstellt 

Die Sicherheitsbranche steht an einem Scheideweg. Einerseits machen technologische Fortschritte KI und Automatisierung zu leistungsstarken Werkzeugen zur Verbesserung von Effizienz, Konsistenz und Reaktionsfähigkeit. Andererseits zögern viele Sicherheitsanbieter nach wie vor, diese Veränderungen voll und ganz anzunehmen. Das langsame Tempo der Einführung führt zu einem wachsenden Wettbewerbsrückstand – insbesondere angesichts des rasanten Fortschritts in anderen Branchen. Das Verständnis dafür, wo die Branche steht, was sie zurückhält und welche Vorteile Early Adopters davon haben, liefert überzeugende Argumente dafür, dass Automatisierung eine strategische Notwendigkeit ist.

Automatisierung branchenübergreifend: Der große Zusammenhang

Im Jahr 2025 ist Automatisierung kein Nischenbereich mehr – sie ist in einer Vielzahl von Branchen fest verankert. Ein kürzlich veröffentlichter „Enterprise Automation Index 2025“ hat gezeigt, dass 73,2 % der Unternehmen ihre Investitionen in Automatisierung im vergangenen Jahr erhöht haben.

Derselbe Bericht wies jedoch auf ein großes Problem hin: 61,3 % der Unternehmen gaben an, dass ihre Automatisierungstools nach wie vor nicht voll ausgeschöpft werden, was häufig auf uneinheitliche Strategien oder eine mangelnde systemübergreifende Koordination zurückzuführen ist.

Andere Quellen untermauern, wie weit verbreitet der Einsatz mittlerweile ist. Viele Unternehmen aus Bereichen wie Technologie, Finanzen, Fertigung, Gesundheitswesen und Einzelhandel geben an, KI in mindestens einem Geschäftsbereich einzusetzen. Je nach Branche werden wesentliche Teile der Geschäftsabläufe – von der Personalverwaltung über die Terminplanung bis hin zur Datenanalyse und zum Kundenservice – von der Automatisierung erfasst.

In der Fertigungsindustrie – seit jeher das Paradebeispiel für Automatisierung – nutzen Unternehmen KI und Automatisierung nicht nur für die Produktion, sondern auch für die vorausschauende Instandhaltung, die Qualitätskontrolle und die Unterstützung der Mitarbeiter.

Diese Zahlen zeigen, dass Unternehmen branchenübergreifend die Automatisierung zunehmend als unverzichtbar ansehen. Bei diesem Wandel geht es nicht nur um Kosteneinsparungen oder den Abbau von Arbeitskräften – es geht um Agilität, Skalierbarkeit und die Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit.

Angesichts der Tatsache, dass fast drei Viertel der Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche verstärkt in Automatisierung investieren, fällt es umso mehr ins Auge, dass viele Sicherheitsanbieter hier hinterherhinken.

Wo die Sicherheitsbranche steht

Laut dem „Trackforce 2025 Physical Security Operations Benchmark Report“ setzen derzeit nur 53 % der Sicherheitsdienstleister KI- oder Automatisierungstools ein. Gleichzeitig geben 55 % der Nicht-Nutzer an, dass sie diese Technologien aktiv prüfen.

Dies verdeutlicht das, was man als „Paradoxon der KI-Einführung“ bezeichnen könnte: Viele Unternehmen erkennen zwar den potenziellen Nutzen der Automatisierung – Echtzeit-Erkennung von Vorfällen, vorausschauende Einsatzplanung, digitales Aufgabenmanagement –, zögern jedoch bei der Umsetzung.

Hinzu kommt ein weit verbreitetes strukturelles Problem: Viele Sicherheitsanbieter arbeiten nach wie vor mit isolierten Systemen, papierbasierten Prozessen und veralteten Tools, was die Integration, Koordination und Echtzeit-Transparenz erschwert.

Infolgedessen bleiben die Abläufe ineffizient, die Reaktionszeiten langsam, die Terminplanung und Berichterstellung erfolgen weiterhin manuell, und es wird schwieriger, ein einheitliches, qualitativ hochwertiges Kundenerlebnis zu bieten.

Warum die Akzeptanz im Sicherheitsbereich nach wie vor gering ist

Angesichts der Statistiken aus anderen Branchen und des Modernisierungsdrucks stellt sich die Frage, warum viele Sicherheitsunternehmen noch zögern. Dabei scheinen mehrere Faktoren eine Rolle zu spielen:

  1. Bedenken hinsichtlich Kosten und ROI – Die Anfangsinvestitionen in KI-fähige Tools oder integrierte Plattformen können erheblich sein. Für kleinere bis mittelgroße Anbieter, die mit knappen Margen arbeiten, können diese Kosten als Risiko empfunden werden – insbesondere, wenn die Vorteile (Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen, verbesserte Kundenbindung) schwer zu quantifizieren sind oder erst nach einiger Zeit zum Tragen kommen.
  1. Herausforderungen hinsichtlich Komplexität und Integration — Wie auch in anderen Branchen zu beobachten ist, führen fragmentierte und isolierte Automatisierungsstrategien häufig zu einer unzureichenden Auslastung. Für Sicherheitsunternehmen kann die Integration verschiedener Tools (Terminplanung, Vorfallmeldung, Zugriffsprotokolle, Patrouillenverfolgung, Kundenportale) – sowie von Altsystemen – eine große Herausforderung darstellen.
  1. Kompetenz- und Erfahrungslücke — Vielen Teams in der Belegschaft fehlt es an der erforderlichen Ausbildung oder Erfahrung, um KI-Tools effektiv einzusetzen und zu verwalten. Im Sicherheitsbereich wurde in der Vergangenheit der physischen Präsenz und Wachsamkeit Vorrang vor technischem Fachwissen eingeräumt.
  1. Widerstand gegen Veränderungen / Trägheit in Organisationen — Im Sicherheitsbereich herrscht oft eine konservative Haltung. Manuelle Prozesse, Papierprotokolle, menschliches Urteilsvermögen und Vorschriften zur Befehlskette sind tief verwurzelt. Veränderungen können als störend, riskant oder unnötig empfunden werden – insbesondere wenn Kunden oder Aufsichtsbehörden traditionelle Arbeitsabläufe akzeptieren.
  1. Regulatorische Anforderungen und Kundenerwartungen – Manche Kunden ziehen möglicherweise eine auf den Menschen ausgerichtete Sicherheit gegenüber „automatisierten“ Prozessen vor. Andere haben möglicherweise Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften oder des Datenschutzes im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI, der Datenprotokollierung, der Automatisierung der Überwachung oder der digitalen Berichterstattung.

Diese Hemmschwellen sind nachvollziehbar, insbesondere in einer Branche, in der Fehler und Haftungsrisiken mit konkreten Gefahren verbunden sind. Doch wenn man die Weltwirtschaft und andere Branchen als Maßstab nimmt, hat eine risikoscheue Haltung ihren Preis.

Frühe Anwender im Bereich Sicherheit können eine überdurchschnittliche Performance erzielen

Für Sicherheitsdienstleister, die bereit sind, auf Automatisierung und moderne Plattformen für das Personalmanagement zu setzen, bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, sich einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen.

✔️ Betriebseffizienz und Kosteneinsparungen

  • Die Automatisierung routinemäßiger Verwaltungsaufgaben – Dienstplanerstellung, Arbeitszeitnachweise, Berichterstellung – schafft Zeit für Vorgesetzte und reduziert den manuellen Aufwand.
  • Die Zusammenführung mehrerer Systeme (Terminplanung, Berichterstellung, Kundenportale, Störungsprotokolle) auf einer einheitlichen Plattform verringert die „digitale Ermüdung“, minimiert Doppelarbeit und senkt das Fehlerrisiko.
  • Einige Unternehmen aus anderen Branchen, die Automatisierungslösungen einsetzen, berichten von Kosteneinsparungen von 25 % oder mehr.

✔️ Bessere Reaktionsfähigkeit und Transparenz in Echtzeit

  • Mithilfe digitaler Dashboards können Vorgesetzte den Sicherheitsbetrieb in Echtzeit überwachen, Vorfälle nachverfolgen und sofort Personal entsenden oder Warnmeldungen auslösen – anstatt auf Papierprotokolle oder Schichtabschlussberichte warten zu müssen.
  • Automatisierte Systeme können das Situationsbewusstsein verbessern, insbesondere in Kombination mit intelligenten Sensoren, mobiler Berichterstattung und einer KI-gestützten Alarmauswertung.

✔️ Verbesserte Mitarbeitererfahrung und Mitarbeiterbindung

  • Klare, digitale Arbeitsaufträge und Aufgabenverteilungen verringern Unklarheiten und stärken die Verantwortlichkeit.
  • Weniger Verwaltungsaufwand für das Sicherheitspersonal, damit es sich auf Sicherheitsaufgaben konzentrieren kann und nicht auf Papierkram.
  • Professionellere, moderne Instrumente können dazu beitragen, die Arbeitsmoral zu verbessern, Talente anzuziehen und die Fluktuation in einer Branche zu senken, die seit jeher von einer hohen Fluktuation geprägt ist.

✔️ Wettbewerbsvorteile und Mehrwert für den Kunden

  • Da die Anforderungen der Kunden (insbesondere in risikoreichen Branchen wie kritische Infrastruktur, Versorgungsunternehmen und Immobilien) immer anspruchsvoller werden, erwarten sie von Anbietern Echtzeit-Berichterstattung, die Integration in ihre eigenen Systeme sowie zuverlässige Prüfpfade.
  • Anbieter, die sich für „digital-ready security“ einsetzen, können sich als zukunftsorientierte Partner und nicht nur als reine Sicherheitsunternehmen positionieren und so ein starkes Wertversprechen für langfristige Verträge schaffen.

In vielerlei Hinsicht ist Automatisierung nicht nur ein Instrument zur internen Optimierung, sondern ein Alleinstellungsmerkmal, das das Unternehmenswachstum vorantreiben und das Vertrauen der Kunden stärken kann.

So sieht ein „digital bereit“ Sicherheitsunternehmen heute aus

Um diese Vorteile nutzen zu können, muss ein moderner Sicherheitsanbieter ein Gleichgewicht zwischen Menschen, Prozessen und Technologie herstellen. Und so sieht das konkret aus:

Personal: Sicherheitskräfte, Vorgesetzte und Führungskräfte sollten nicht nur in den traditionellen Sicherheitsprotokollen geschult werden, sondern auch im Umgang mit digitalen Tools – mobilen Melde-Apps, Dashboards, Echtzeit-Benachrichtigungen und integrierten Schicht- und Vorfallprotokollen. Das Sicherheitspersonal entwickelt sich von manuellen Protokollführern zu proaktiven, technikaffinen Einsatzkräften.

Prozess: Papierbasierte Dienstpläne, Tabellenkalkulationen und manuelle Planung werden durch digitale Arbeitsabläufe abgelöst. Aufgabenvergabe, Schichtwechsel, Vorfallprotokolle – all dies wird über eine einheitliche digitale Plattform abgewickelt. Dies sorgt für mehr Transparenz, Verantwortlichkeit und Nachvollziehbarkeit.

Technologie: KI und Automatisierung bilden den Kern. Planungswerkzeuge können mithilfe von Predictive Analytics den Personalbedarf prognostizieren. Die Meldung von Vorfällen lässt sich automatisieren. Dank Echtzeit-Überwachungs-Dashboards und zentraler Portale können Vorgesetzte Maßnahmen schnell koordinieren und den Kunden einen transparenten Überblick verschaffen. Die Integration in Kundensysteme – Zugangskontrolle, IoT-Sensoren, Überwachung – erfolgt nahtlos.

Anbieter, die integrierte, KI-fähige Plattformen für das Personalmanagement (wie beispielsweise die von Trackforce) einsetzen, profitieren bereits von messbaren Vorteilen: optimiertes Personalmanagement, vereinfachte Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, schnellere Reaktion auf Vorfälle und aussagekräftigere Berichte für Kunden.

Warum es wichtig ist, die Kluft zu schließen – und wie man damit anfängt

Die Daten aus verschiedenen Branchen lassen kaum Zweifel daran: Die Automatisierung entwickelt sich zum Rückgrat effizienter, moderner Betriebsabläufe. Für Sicherheitsdienstleister bedeutet es nicht nur eine verpasste Chance, wenn sie nicht Schritt halten – es ist ein strategischer Nachteil.

Interesse und Erkundung allein reichen nicht aus. Wie der „Enterprise Automation Index 2025“ zeigt, haben viele Unternehmen branchenübergreifend ihre Investitionen erhöht – dennoch räumt eine Mehrheit ein, dass ihre Automatisierungstools nicht voll ausgeschöpft werden.

Um diese Lücke zu schließen, sind Engagement und ein durchdachter Plan erforderlich:

  1. Aktuelle Abläufe bewerten – Welche Systeme basieren noch auf Papier? Wo gibt es Ineffizienzen, Doppelarbeit oder blinde Flecken?
  1. Testen Sie integrierte Automatisierungstools – fangen Sie klein an (Terminplanung, Berichterstellung, digitale Postaufträge), bewerten Sie den ROI und optimieren Sie die Arbeitsabläufe.
  1. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter frühzeitig – Investieren Sie in Mitarbeiterschulungen, damit die Sicherheitsteams die Tools sicher einsetzen können.
  1. Schaffen Sie eine „Digital-First“-Kultur – Betonen Sie, dass Automatisierung das menschliche Urteilsvermögen ergänzt – und nicht ersetzt. Heben Sie verbesserten Service, Reaktionsfähigkeit und Klarheit hervor.
  1. Ergebnisse nachverfolgen und iterieren – Kennzahlen überwachen: Reaktionszeiten, Kosteneinsparungen, Fluktuation/Mitarbeiterbindung, Kundenzufriedenheit. Daten nutzen, um eine Expansion zu begründen.

Für Sicherheitsdienstleister, die bereit sind zu investieren, kann dieser Weg den Übergang von „traditionellen Wachdiensten“ zu „Anbietern intelligenter Sicherheitslösungen“ bedeuten – bereit für moderne Kunden, moderne Risiken und ein anspruchsvolleres Sicherheitsumfeld.

Schlussfolgerung

Branchenübergreifend wird Automatisierung zunehmend zur Grundvoraussetzung. Viele Sektoren – von der Fertigungsindustrie über den Einzelhandel bis hin zum Finanzwesen und zum Gesundheitswesen – setzen in zunehmendem Maße auf KI und Automatisierung, um Qualität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Sicherheitsbranche hinkt jedoch nach wie vor deutlich hinterher.

Diese Lücke ist sowohl eine Warnung als auch eine Chance. Unternehmen, die an veralteten, manuellen Prozessen festhalten, laufen Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten – sowohl in operativer Hinsicht als auch in Bezug auf ihren Ruf. Diejenigen hingegen, die auf integrierte, KI-gestützte Workforce-Management-Tools setzen, profitieren von mehr als nur Effizienz: Sie können sich von der Konkurrenz abheben, Mitarbeiter binden, schneller auf Vorfälle reagieren und ihren Kunden Transparenz und Mehrwert bieten.

Mit anderen Worten: Automatisierung im Sicherheitsbereich ist nicht mehr nur ein „nettes Extra“. Sie ist eine Wettbewerbsnotwendigkeit.

Ist Ihr Unternehmen bereit, die Automatisierungslücke zu schließen? Fordern Sie eine kostenlose Demo an und erfahren Sie, wie die Automatisierung von Arbeitsabläufen Ihr Unternehmen verbessern kann.

Häufig gestellte Fragen

Bei der modernen Sicherheit im Einzelhandel geht es um mehr als nur um Diebstahlprävention. Im Kundenservice geschulte Sicherheitskräfte tragen dazu bei, Konfliktsituationen zu entschärfen, Kunden zu beraten und das Einkaufserlebnis insgesamt zu verbessern, was wiederum die Wahrnehmung der Marke stärkt und Betriebsstörungen verringert.

Zu den wichtigsten Kompetenzen zählen Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Situationsbewusstsein, Konfliktlösung, Problemlösungskompetenz sowie das Verständnis für die Marke und die Richtlinien des Geschäfts. Diese Fähigkeiten helfen dem Sicherheitspersonal, in stark frequentierten Umgebungen effektiv zu agieren und gleichzeitig eine einladende Ausstrahlung zu bewahren.

Mithilfe von KPIs wie Kundenfeedback-Bewertungen, der Zeit bis zur Behebung von Vorfällen, proaktiven Maßnahmen, Mitarbeiterbeobachtungen und Kennzahlen zum Mitarbeiterengagement. Diese Kennzahlen erfassen sowohl die Sicherheitsergebnisse als auch die Qualität der Kundeninteraktionen.

Durch szenariobasierte Rollenspiele, Workshops zu Soft Skills, bereichsübergreifende Schulungen mit den Filialteams und Technologietrainings wird sichergestellt, dass das Sicherheitspersonal sicher reagieren und gleichzeitig ein positives Kundenerlebnis bieten kann.

Tools wie mobile Melde-Apps und Plattformen zur Vorfallverfolgung können die Meldung und Kommunikation optimieren, sodass sich das Sicherheitspersonal auf den Umgang mit Kunden und das effektive Management potenzieller Risiken konzentrieren kann.