Was die Konvergenz von Cyber- und physischen Systemen für die Sicherheit in der Fertigung bedeutet

Das Trackforce-Team

Trackforce

31. März 2026 · 4 Minuten Lesezeit

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Was die Konvergenz von Cyber- und physischen Systemen für die Sicherheit in der Fertigung bedeutet

Das Wichtigste in Kürze:

  • Konvergente Realität – Cyber- und physische Risiken überschneiden sich mittlerweile, was eine einheitliche Übersicht über alle Systeme und Teams hinweg erfordert.
  • Risiken vernetzter Systeme – IT, OT und physische Geräte schaffen Abhängigkeiten, bei denen sich ein Ausfall schnell ausbreitet.
  • Auswirkungen auf den Betrieb – Sicherheitsvorfälle wirken sich mittlerweile direkt auf die Verfügbarkeit der Produktion, die Sicherheit und die allgemeine Geschäftskontinuität aus.
  • Zugriffssicherheitslücken – Unzureichende Kontrollen hinsichtlich Zugangsdaten, Auftragnehmern und Besuchern stellen nach wie vor wichtige Einfallstore in allen Umgebungen dar.
  • Mangelnde Koordination – Isoliert arbeitende IT-, OT- und Facility-Teams verlangsamen die Reaktion und schränken eine wirksame Eindämmung von Vorfällen ein.

Sicherheitsteams in der Fertigung sehen sich mit einem Problem konfrontiert, das abteilungsübergreifend ist. Eine Störung kann mit einem Problem bei den Zugangsdaten beginnen, sich über ein damit verbundenes physisches Sicherheitssystem ausbreiten und schließlich zu Produktionsverzögerungen, Sicherheitsbedenken oder beidem führen.

Falls Sie diese Überschneidungen in Ihrem eigenen Umfeld beobachten, erfahren Sie im vollständigen Bericht, in welchen Bereichen Hersteller am stärksten gefährdet sind und welche Veränderungen als Nächstes zu erwarten sind.

Das Problem geht über eine einzelne Sicherheitsfunktion hinaus

Jahrelang haben Hersteller Cyberrisiken und physische Risiken als getrennte Themen behandelt. Diese Trennung lässt sich immer schwerer aufrechterhalten.

Betriebstechnik, industrielle Steuerungssysteme, Zugangskontrollplattformen, Kameras, Besuchermanagement-Tools und Workflows für den Fernsupport sind heute stärker miteinander vernetzt als je zuvor. Eine einzige Schwachstelle kann sich auf mehrere Systeme, Teams und Standorte auswirken.

Auch die Hersteller starten von unterschiedlichen Ausgangspunkten aus. Einige haben bereits Fortschritte bei der Cyberhygiene und der Bestandserfassung erzielt. Andere arbeiten noch an grundlegenden Problemen wie der ordnungsgemäßen Verwaltung von Zugangsdaten, Lücken in der Zugriffskontrolle und unvollständigen Bestandsaufnahmen.

Was die Daten zeigen

Der aktuelle Bericht von Trackforce zu Trends in der Fertigungsindustrie beleuchtet fünf Trends, die die Sicherheit in der Fertigung bis zum Jahr 2027 prägen werden. Dabei lassen sich einige Muster erkennen, die sich durch alle Trends ziehen.

  • Maßnahmen zur Eindämmung müssen nun die Kontinuität der Produktion gewährleisten -> In der Fertigung beeinflusst die Segmentierung, wie weit sich eine Störung ausbreitet, wie schnell sich die Teams davon erholen und ob die Produktion fortgesetzt werden kann, während das Problem eingedämmt wird.
  • Der Zugriff durch Dritte lässt sich schwerer kontrollieren, als viele Teams annehmen -> Auftragnehmer, Lieferanten, Besucher und Nutzer des Fernsupports fallen oft nicht unter den normalen Mitarbeiterlebenszyklus. Wenn das Offboarding versäumt wird oder temporäre Zugriffsrechte zu lange bestehen bleiben, können diese Lücken zu Problemen sowohl in physischen als auch in digitalen Systemen führen.
  • Vernetzte physische Sicherheitsinstrumente müssen ebenso genau unter die Lupe genommen werden wie andere vernetzte Ressourcen -> Kameras, Zugangskontrollsysteme und Besucherplattformen werden in manchen Umgebungen möglicherweise nach wie vor wie einfache Standortinstrumente behandelt. Sobald sie jedoch in Netzwerken betrieben werden, auf Zugangsdaten angewiesen sind und sich mit anderen Systemen verbinden, werden sie Teil des Gesamtbildes der Sicherheitsrisiken.

Wo Teams ins Stocken geraten

Viele Hersteller geraten an der Schnittstelle in Schwierigkeiten. IT, OT, Facility Management und physische Sicherheit sind zwar möglicherweise alle an einem Vorfall beteiligt, verfügen jedoch nicht immer über gemeinsame Eskalationswege, klare Zuständigkeiten oder eine einheitliche Sprache für die Reaktion. Entscheidungen verzögern sich. Die Dokumentation fällt uneinheitlich aus. Die Wiederherstellung lässt sich von Standort zu Standort immer schwerer bewältigen.

Unternehmen, die damit besser umgehen, machen in der Regel nichts Außergewöhnliches. Sie zeichnen sich meist durch klarere Zuständigkeiten, fundiertere Aufzeichnungen zu Vorfällen und Reaktionsabläufe aus, an die sich die Mitarbeiter auch unter Druck halten können.

Ein weiterer Knackpunkt: Versicherungen

Dies zeigt sich auch im Bereich der Cyberversicherung und bei der Schadenprüfung. Die Versicherer verlangen mehr als nur abgeschlossene Policen. Sie verlangen zeitgestempelte Aktivitätsprotokolle, standardisierte Vorfallprotokolle und den Nachweis, dass Kontrollmaßnahmen tatsächlich durchgeführt wurden. Für Hersteller kann die Disziplin im Tagesgeschäft Auswirkungen auf Vertragsverlängerungen, die Verteidigung bei Schadenfällen und die nachträgliche Beurteilung des Verhaltens des Unternehmens haben.

Was dies für Sicherheitsverantwortliche bedeutet

Nur wenige Hersteller werden ihr Geschäftsmodell von heute auf morgen umgestalten. Dennoch haben die Grundlagen heute mehr Gewicht als früher.

Die Hersteller, die dies gut im Griff haben, tun nichts Außergewöhnliches. Sie verfügen über ein aktuelles Bestandsverzeichnis ihrer Ressourcen, klare Zuständigkeiten bei domänenübergreifenden Vorfällen und Reaktionsprozesse, die auch unter Druck standhalten. Diese alltäglichen betrieblichen Entscheidungen bestimmen die Verfügbarkeit, die Wiederherstellungsfähigkeit und die Fähigkeit eines Teams, im entscheidenden Moment zu seiner Reaktion zu stehen.