Wie man Sicherheitsvorfälle im Gesundheitswesen am besten entschärft

Das Trackforce-Team

Trackforce

20. Februar 2025 · 5 Minuten Lesezeit

Deeskalation in Situationen im Gesundheitswesen

Wie man Sicherheitsvorfälle im Gesundheitswesen am besten entschärft

Nach Angaben des Bureau of Labor Statistics ist die Wahrscheinlichkeit, am Arbeitsplatz durch Gewalt verletzt zu werden, für Beschäftigte im Gesundheitswesen fünfmal höher als für Beschäftigte in anderen Branchen. Tatsächlich zeigen aktuelle Studien, dass 62 % der Beschäftigten im Gesundheitswesen angeben, bereits Gewalt am Arbeitsplatz erlebt zu haben, wobei schwere Körperverletzungen 78 % der Gewaltdelikte in Krankenhäusern ausmachen.

Die tatsächliche Zahl der Fälle dürfte höher sein, da Mitarbeiter im Gesundheitswesen Vorfälle wie verbale Übergriffe und Belästigungen oft nicht melden.

Im Hinblick auf die Prävention ist es wichtig, Strategien zur Deeskalation von Gewalt am Arbeitsplatz zu berücksichtigen. Auch die Schulung von Sicherheitskräften im Gesundheitswesen kann dazu beitragen, Gewalt vorzubeugen und zu deeskalieren. Richtlinien, Verfahren, Meldewege, Softwarelösungen und das Management spielen bei der Prävention eine wichtige Rolle.

Häufige Risikofaktoren

In Gesundheitseinrichtungen mangelt es häufig an Richtlinien und Schulungen, was die Bewältigung solcher Situationen erschwert. Gewalttätigkeiten treten zudem häufiger auf, wenn die Fluktuation hoch ist, zu wenig Personal zur Verfügung steht und die Sicherheitsmaßnahmen unzureichend sind. Qualifizierte Sicherheitsteams sind für den Schutz von Mitarbeitern, Patienten, Angehörigen und Freunden von großem Wert.

Proaktive Strategien zur Gewaltprävention im Gesundheitswesen

Einrichtungen des Gesundheitswesens können zudem vorbeugende Maßnahmen gegen Gewalt ergreifen, darunter:

  • Das Problem anerkennen: Gewalt am Arbeitsplatz als ernstes Problem anerkennen, das Ressourcen und Maßnahmen erfordert. Es ist hilfreich, Risikobewertungen durchzuführen, Ressourcen für Präventionsmaßnahmen bereitzustellen und das Thema offen zu diskutieren, um die Meldung von Vorfällen zu fördern.
  • Engagement von oben: Stellen Sie sicher, dass die Unternehmensleitung sich dafür einsetzt, Gewalt am Arbeitsplatz zu verhindern. Dabei geht es um mehr als nur leere Worte. Die Unternehmensleitung sollte Ressourcen für Schulungen bereitstellen und sich aktiv an Präventionsprogrammen beteiligen, um mit gutem Beispiel voranzugehen.
  • In Sicherheitspersonal investieren: Stellen Sie professionelle Sicherheitskräfte ein, um die Sicherheit zu verbessern und Bedrohungen abzuwehren. Sorgen Sie für eine angemessene Personalausstattung – und statten Sie die Sicherheitsteams mit den richtigen Hilfsmitteln und Technologien aus.
  • Schulungsangebote: Bieten Sie dem medizinischen Personal Schulungen zu Deeskalation und Selbstverteidigung an. Die Schulungen sollten das Erkennen von Warnzeichen für eskalierendes Verhalten, Deeskalationstechniken und Kommunikationsstrategien, grundlegende Selbstverteidigungstaktiken sowie Strategien für den sicheren Umgang mit akuten Bedrohungen umfassen.
  • Durchführung von Fachschulungen im Bereich Sicherheit: Bieten Sie Schulungen für Sicherheitskräfte an, deren Schwerpunkt auf dem Umgang mit aggressivem Verhalten und der Deeskalation von Konfliktsituationen liegt. Als Fachkräfte sollten Sicherheitsteams fortgeschrittene Deeskalationstechniken erlernen, die rechtlichen und ethischen Regeln zum Einsatz von Gewalt kennen und lernen, wie sie mit dem medizinischen Personal zusammenarbeiten können, um einen sicheren Arbeitsplatz zu schaffen.
  • Entwicklung von Meldeverfahren: Schaffen Sie Möglichkeiten zur Meldung, Überwachung und Untersuchung von Gewaltsituationen. Die Betroffenen benötigen Vertraulichkeit, eine konsequente Aufarbeitung der Vorfälle und Unterstützung nach einem Vorfall.

Wie Sicherheitskräfte zur Deeskalation beitragen können

In einer Krisensituation können Sicherheitskräfte diese sieben Leitlinien befolgen.

1. Achten Sie auf Warnzeichen

Sicherheitsmitarbeiter sollten in der Lage sein, Anzeichen von Erregung zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Dazu gehören beispielsweise Lautstärke und Tonfall, Gemurmel, Hin- und Herlaufen sowie aggressives Verhalten.

2. Gehen Sie behutsam vor

Sicherheitskräfte sollten Personen nicht berühren, bis ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens oder eine andere Person um körperliche Unterstützung bittet. Körperliche Gewalt sollte stets nur als letztes Mittel eingesetzt werden, und es sollte so wenig Gewalt wie möglich angewendet werden.

3. Respektieren Sie den persönlichen Freiraum

Sicherheitskräfte müssen einen Abstand von mindestens drei Fuß einhalten, es sei denn, die Person, die aggressives Verhalten zeigt, nimmt den körperlichen Kontakt auf.

4. Wähle freundliche Worte

Sprechen Sie ruhig und respektvoll und vermeiden Sie Konfrontationen.

5. Zeige Empathie

Konzentrieren Sie sich darauf, wie sich die aufgeregte Person fühlt, um Vertrauen aufzubauen und die Situation hoffentlich zu entschärfen.

6. Reagiere nicht übertrieben

Bleiben Sie ruhig und besonnen. Gönnen Sie sich Momente der Stille, um in sich zu gehen.

7. Den psychischen Zustand notieren

Versuchen Sie, den Unterschied zwischen Aggression und Verwirrung zu erkennen. Seien Sie verständnisvoll gegenüber Menschen mit Demenz, deren Verwirrung sich möglicherweise in Wut äußert.

Wie die Lösungen von Trackforce helfen können

Trackforce bietet Tools, die dem Personal im Gesundheitswesen, Patienten und Besuchern helfen, sicher zu bleiben. So trägt unsere Software für das Sicherheitspersonalmanagement zur Deeskalation und Gewaltprävention bei:

  • Eingreifen in Echtzeit: Mit Trackforce können Mitarbeiter Vorfälle schnell über mobile Geräte melden, woraufhin das Sicherheitspersonal umgehend benachrichtigt wird. Dies trägt dazu bei, das Eingreifen zu beschleunigen und die Eskalation potenziell gewalttätiger Situationen zu minimieren.
  • Situationsbewusstsein: Durch GPS-Ortung und Standortüberwachung in Echtzeit verschafft Trackforce Sicherheitskräften einen klaren Überblick über aktuelle Ereignisse und potenzielle Bedrohungen. Dies ermöglicht einen proaktiven Einsatz von Ressourcen und kürzere Reaktionszeiten.
  • Verbesserte Kommunikation: Mit Trackforce können Sicherheitskräfte Kommunikationswerkzeuge nutzen, um bei Vorfällen zusammenzuarbeiten.
  • Datenerfassung: Trackforce erfasst detaillierte Informationen zu Vorfällen, einschließlich Ort und Zeitpunkt. Diese Daten können analysiert werden, um Muster und Risikobereiche zu identifizieren.
  • Berichterstellung: Trackforce bietet eine Plattform zur Dokumentation von Vorfällen, zur Erstellung von Berichten und zur Nachverfolgung von Untersuchungen. Dies unterstützt Folgemaßnahmen und beugt künftigen Vorfällen vor.

Durch die Einbindung von Trackforce-Lösungen in Präventionsstrategien können Gesundheitseinrichtungen das Risiko von Gewalt am Arbeitsplatz verringern.

Ein sichereres Umfeld

Mit Präventionsstrategien und den richtigen Hilfsmitteln können wir die Risiken für das Gesundheitspersonal verringern. Investitionen in Schulungen und fortschrittliche Sicherheitslösungen tragen dazu bei, potenzielle Bedrohungen zu entschärfen – noch bevor sie eintreten. Ein sicherer Arbeitsplatz im Gesundheitswesen hat für Patienten, Angehörige, Mitarbeiter und Sicherheitspersonal oberste Priorität, damit sich alle auf das eigentliche Ziel konzentrieren können: die Genesung.